Das Six Kings Slam im saudi-arabischen Riad wird wegen anhaltender Unruhen im Nahen Osten von Oktober auf Dezember verschoben. Ausschlaggebend ist auch der jüngste Bombenanschlag auf den internationalen Flughafen der Hauptstadt Riad.
Das Turnier, das in seiner dritten Austragung stattfindet, schüttet 1,2 Millionen Pfund pro teilnehmendem Spieler aus. Der Sieger erhält zusätzlich 3,5 Millionen Pfund. Ursprünglich war das Turnier für den 21. bis 24. Oktober angesetzt. Nun findet es vom 27. bis 30. Dezember statt.
Für 2026 sind sechs Spieler gemeldet: Carlos Alcaraz, Novak Djokovic, Alexander Zverev, Taylor Fritz, Alex de Minaur und Learner Tien.
Die Veranstalter begründen den Entscheid in einer Mitteilung so: «Die Entscheidung spiegelt den Anspruch der Riyadh Season wider, Sportanlässe auf höchstem Niveau durchzuführen. Grundlage war eine Beurteilung der organisatorischen und logistischen Herausforderungen, die mit der Austragung des Turniers verbunden sind, sowie deren möglicher Einfluss auf die Qualität des Erlebnisses für das Publikum.»
Sinner als zweifacher Sieger
Der Italiener Jannik Sinner gewann das Six Kings Slam in den Jahren 2024 und 2025. Beide Male besiegte er im Final Alcaraz. Sinner fehlt derzeit verletzungsbedingt wegen einer Knieverletzung.
Sicherheitslage beeinflusst Sport in Saudi-Arabien
Die Angriffe haben den Sport in Saudi-Arabien bereits in Mitleidenschaft gezogen. Die asiatische Golftour beobachtet die Sicherheitslage vor der Saudi International in Riad im kommenden Monat ebenfalls genau.
Saudi-Arabien richtet zudem im Jahr 2027 erstmals den Asien-Cup im Fussball aus. Der Anlass gilt als wichtiger Test vor der Weltmeisterschaft 2034, die das Königreich ebenfalls austragen wird.
Auch der FIFAe World Cup, eine Esport-Turnierserie des Weltfussballverbands FIFA, findet in Saudi-Arabien statt, und zwar vom 16. bis 25. Oktober in Jeddah. Der Japanische Fussballverband hat jedoch seine Teilnahme abgesagt. Er verwies auf eine umfassende Beurteilung der aktuellen Lage im Gastgeberland und auf die verfügbaren Informationen zu Sicherheit und Schutz. Football Australia teilte mit, das eigene Sicherheitsteam verfolge die Situation ebenfalls.